Angaben gemäß § 5 DDG

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Redaktionell verantwortlich
Kai Behrendt
Verbraucherstreitbeilegung/Universalschlichtungsstelle
Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – Keimblatt Events
0. Begriffsbestimmungen
0.1 Keimblatt Events Kai Behrendt wird nachfolgend Anbieter genannt.
0.2 Kunde ist die Person, die den Vertrag mit dem Anbieter schließt. Teilnehmer ist die Person, die tatsächlich an einer Leistung teilnimmt; Kunde und Teilnehmer können identisch sein.
0.3 Online-Coaching umfasst insbesondere Beratungen (Einzeln und in Gruppen), Video-/Audio-Inhalte, begleitete Übungen sowie den Zugang zu einem Mitgliederbereich, soweit angeboten.
0.4 Präsenzveranstaltungen umfassen insbesondere Seminare, Workshops, Retreats und vergleichbare Formate.
0.5 Selbstlern-Onlinekurse sind ein digitales Angebot zur eigenständigen Nutzung (z. B. Videos, Audios, Texte, Arbeitsmaterialien/Übungen), das der Kunde zeitlich flexibel in eigener Verantwortung bearbeitet. Sofern nicht ausdrücklich vereinbart, umfasst ein Selbstlern-Onlinekurs keine individuellen 1:1-Termine und keine individuelle Betreuung.
0.6 Zusatzleistungen / 1:1-Termine: 1:1-Termine können Bestandteil eines Angebots sein oder separat zugebucht werden. Soweit 1:1-Termine zugebucht werden, kommt hierüber ein gesonderter Vertrag bzw. eine Vertragserweiterung zustande. Die Nutzung eines Selbstlern-Onlinekurses ist – sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart – nicht von der Buchung solcher Zusatzleistungen abhängig.
1. Geltungsbereich
1.1 Diese AGB gelten für alle Rechtsgeschäfte des Anbieters mit dem Kunden, welche als Gegenstand haben
a) die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen (Seminare, Workshops, Retreats),
b) Online-Angebote (Online-Coaching sowie Selbstlern-Onlinekurse, jeweils inkl. Video-/Audio-Inhalten, begleitenden Übungen, Mitglieder-/Kursplattform) sowie
c) damit zusammenhängende Nebenleistungen.
1.2 Es gilt die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses einbezogene Fassung dieser AGB.
2. Vertragsgegenstand
2.1 Der Anbieter erbringt je nach Angebot Präsenzveranstaltungen sowie Online-Angebote. Online-Angebote können insbesondere Online-Coaching zu persönlichen Themen (z. B. Stressmanagement, Burnoutprävention, Lebenswandel und weitere Themen) einschließlich begleiteter Übungen sowie Selbstlern-Onlinekurse zur eigenständigen Nutzung umfassen, teils mit Übungen in der Natur.
2.2 Der Anbieter schuldet keinen bestimmten Erfolg. Eine Haftung für das Ausbleiben eines bestimmten Erfolgs ist ausgeschlossen. Der Anbieter haftet nicht für Entscheidungen oder Handlungen des Kunden/Teilnehmers, die dieser aufgrund des Coachings, von Impulsen oder Übungen trifft.
2.3 Abgrenzung: kein Therapie- oder Heilangebot
Das Coaching stellt keine Heilbehandlung, keine Psychotherapie und keine medizinische oder psychiatrische Leistung dar. Der Anbieter stellt keine Diagnosen und ersetzt keine ärztliche, psychologische oder therapeutische Behandlung. Das Coaching ist nicht geeignet zur Behandlung psychischer Erkrankungen, Traumata, Angst- oder Panikstörungen, Depressionen oder vergleichbarer gesundheitlicher Beeinträchtigungen.
3. Zustandekommen des Vertrages
3.1 Der Kunde erklärt seine Buchungs- oder Teilnahmeabsicht durch Buchung über eine vom Anbieter bereitgestellte Plattform oder durch Zusage in Textform (z. B. per E-Mail). Diese Buchung/Zusage zählt als verbindliches Angebot des Kunden.
3.2 Ein Vertrag kommt zustande, indem der Anbieter die Annahme des Angebots in Textform erklärt (z. B. durch Buchungsbestätigung/Anmeldebestätigung per E-Mail).
3.3 Der Anbieter behält sich vor, ein Angebot eines Kunden ohne Angabe von Gründen abzulehnen. In diesem Fall kommt kein Vertrag zustande. Ggf. bereits geleistete Zahlungen werden erstattet; ausdrücklich ausgewiesene Zahlungsmittelentgelte oder Bearbeitungsgebühren bleiben hiervon ausgenommen.
3.4 Nach Zustandekommen des Vertrages erhält der Kunde eine Rechnung. Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen bis zum vollständigen Zahlungseingang zurückzuhalten, soweit keine Pflicht zur Vorleistung besteht.
3.5 Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter nach Mahnung und angemessener Fristsetzung vom Vertrag zurücktreten oder diesen aus wichtigem Grund kündigen. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
4. Beendigung oder Kündigung des Vertrags (Präsenzveranstaltungen)
4.1 Der Vertrag endet regulär, nachdem alle Parteien ihre Verpflichtungen erbracht haben. Dies sind insbesondere die Bezahlung aller offenen Beträge durch den Teilnehmer sowie die Durchführung der Veranstaltung durch den Anbieter wie in der Ausschreibung beschrieben.
4.2 Der Anbieter behält sich vor, bis 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn die Durchführung der Veranstaltung abzusagen und den Vertrag zu kündigen, wenn die Durchführung nicht zumutbar ist, weil das Buchungsaufkommen so gering ist, dass die entstehenden Kosten bezogen auf die jeweilige Veranstaltung eine Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze bedeuten würden.
4.3 Der Anbieter ist berechtigt, die Veranstaltung abzusagen und den Vertrag mit dem Teilnehmer zu kündigen, sofern die Durchführung der Veranstaltung aufgrund von Extremwetterereignissen, Erkrankung oder Tod eines maßgeblichen Referenten, Kündigung durch die vorgesehene Unterkunft und/oder Abhaltungslokalität in einem Zeitraum, in welchem kein Ersatz dafür mehr organisiert werden kann, behördlicher Untersagung der Veranstaltung, terroristischen oder kriegerischen Gefahrenlagen oder gesundheitlichen Notständen wie Epidemien u. ä. nicht zumutbar wäre.
4.4 Bei berechtigter Kündigung des Vertrages durch den Anbieter erhält der Teilnehmer geleistete Zahlungen zurück. Ein geleistetes Zahlungsmittelentgelt oder sonstige Bearbeitungsgebühr, welche bei der Buchung einzeln als solche ausgewiesen sind, sind von dieser Erstattung ausgenommen.
4.5 Darüber hinaus hat der Teilnehmer keinen Anspruch auf Erstattung entstandener Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veranstaltung.
5. Zahlungsbedingungen
5.1 Der Kunde hat seine Vergütung laut Rechnung in voller Höhe bis zu dem auf der Rechnung angegebenen Fälligkeitsdatum per Banküberweisung zu begleichen. Maßgeblich ist der Geldeingang auf dem Konto des Anbieters.
5.2 Der Anbieter kann abweichend davon auch die Nutzung anderer Zahlungsmittel einräumen. Wird diese Möglichkeit beim konkreten Angebot explizit genannt, ist die Zahlung bereits unmittelbar beim Abschluss der Buchung möglich. Eine vor Vertragsschluss geleistete Zahlung wird als Abschlagszahlung behandelt und auf die nach Vertragsabschluss erstellte Rechnung angerechnet.
5.3 Kommt kein Vertrag zustande, wird eine geleistete Abschlagszahlung erstattet. Ein geleistetes Zahlungsmittelentgelt oder sonstige Bearbeitungsgebühr, welche bei der Buchung einzeln als solche ausgewiesen sind, sind von dieser Erstattung ausgenommen. Der Anbieter behält sich vor, die Erstattung mit einem anderen als dem ursprünglich verwendeten Zahlungsmittel durchzuführen. Der Kunde verpflichtet sich, dem Anbieter hierfür auf Anfrage seine Bankverbindung in Textform mitzuteilen.
5.4 Der Anbieter behält sich vor, für andere Zahlungsmittel als Banküberweisung ein Zahlungsmittelentgelt zu erheben. Ist dies der Fall, wird auf das anfallende Entgelt bei der Auswahl der möglichen Zahlungsmittel ausdrücklich hingewiesen.
5.5 Ratenzahlungen: Soweit im Einzelfall eine Ratenzahlung vereinbart ist, ergibt sich der Ratenplan aus der Rechnung oder einer separaten Vereinbarung in Textform. Gerät der Kunde mit zwei Raten in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, die gesamte Restforderung fällig zu stellen.
5.6 Die Vertragsparteien sind sich einig, dass sie auf das Recht, Beträge in bar zu begleichen, ausdrücklich verzichten.
6. Stornobedingungen (Präsenzveranstaltungen)
6.1 Als Stornierung verstehen die Vertragsparteien die Erklärung des Teilnehmers, die Teilnahme an einer Präsenzveranstaltung nicht anzutreten, sowie ein Nichterscheinen am Tag des Veranstaltungsbeginns.
6.2 Ein vertragliches Rücktrittsrecht des Teilnehmers besteht nicht.
6.3 Sagt der Teilnehmer ab, reist er nicht an oder bricht er die Veranstaltung ab, bleibt der Anspruch des Anbieters auf die vereinbarte Vergütung bestehen. Der Anbieter rechnet ersparte Aufwendungen sowie eine anderweitige Verwendung der Leistung an. Dem Teilnehmer bleibt der Nachweis gestattet, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
6.4 Auch bei Gründen aus der Sphäre des Teilnehmers (z. B. Erkrankung, Verhinderung) gilt Ziffer 6.3. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
6.5 Der Teilnehmer kann bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn einen geeigneten Ersatzteilnehmer benennen. Kommt ein Vertrag mit dem Ersatzteilnehmer zustande, entfällt die Zahlungspflicht des ursprünglichen Teilnehmers; bereits geleistete Zahlungen werden erstattet, abzüglich ggf. ausdrücklich ausgewiesener, tatsächlich angefallener Umstellungs-/Bearbeitungskosten.
7. Online-Angebote (Online-Coaching und Selbstlern-Onlinekurse)
7A. Online-Coaching, digitale Inhalte, Terminplan
7A.1 Online-Coaching (Live-/Direkt-Formate) – Leistungscharakter
Online-Coaching ist eine Dienstleistung, die – je nach Angebot – insbesondere Live-Formate und/oder direkte Kommunikation auf Distanz umfassen kann (z. B. Video- oder Telefontermine, Live-Gruppensessions, vereinbarte schriftliche Rückfragen). Ein bestimmter Erfolg wird nicht geschuldet (siehe Ziffer 2.2).
7A.2 Umfang ergibt sich aus Angebot
Welche Bestandteile geschuldet sind (z. B. Anzahl/Art der Live-Termine, Gruppenformate, Austauschkanäle, Begleitmaterialien, Mitgliederbereich) ergibt sich ausschließlich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung (Angebot/Buchungsseite/Rechnung). Leistungen, die dort nicht ausdrücklich genannt sind, sind nicht geschuldet.
7A.3 Kein Anspruch auf zusätzliche Erreichbarkeit
Soweit nicht ausdrücklich vereinbart, besteht kein Anspruch auf fortlaufende individuelle Begleitung, kurzfristige Erreichbarkeit oder Antworten innerhalb bestimmter Reaktionszeiten.
7A.4 Terminplan und Teilnahme
Coaching-Termine (Einzel- oder Gruppenformate) werden vor oder bei Vertragsschluss zeitlich festgelegt (Terminplan). Nimmt der Kunde einen Termin nicht wahr, verfällt dieser ersatzlos.
7A.5 Einmalige Verschiebung von 1:1-Terminen
Ein persönlicher 1:1-Termin kann einmalig bis spätestens 24 Stunden vor dem Termin auf die Folgewoche verschoben werden; dadurch verlängert sich der Gesamtzeitraum des Coachings um eine Woche. Weitergehende Verschiebungen sind Kulanz und werden nicht Vertragsbestandteil.
7A.6 Ausfall von Terminen durch den Anbieter
Kann der Anbieter einen vereinbarten Termin aus Gründen, die er zu vertreten hat, nicht durchführen (z. B. Krankheit oder höhere Umstände auf Seiten des Anbieters), wird der Termin in der Regel auf die Folgewoche verschoben; dadurch verlängert sich der Gesamtzeitraum des Coachings um eine Woche. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht, soweit nicht zwingende gesetzliche Regelungen entgegenstehen.
7A.7 Digitale Inhalte und Verfügbarkeit
Soweit Bestandteil des Angebots, erhält der Kunde für die Vertragsdauer Zugang zu einem online verfügbaren Mitgliederbereich. Der Zugang ist personengebunden und darf nicht geteilt werden. Der Kunde ist für die technischen Voraussetzungen (Endgerät, Internetverbindung, kompatible Software) selbst verantwortlich. Vorübergehende Einschränkungen der Verfügbarkeit aufgrund von Wartungsarbeiten oder Störungen bei Drittanbietern bleiben vorbehalten, soweit diese nicht vom Anbieter zu vertreten sind. Soweit im Rahmen des Online-Coachings zusätzlich ein Selbstlern-Onlinekurs freigeschaltet wird, gelten für dessen Zugriffsdauer die Regelungen des Abschnitts 7B, insbesondere Ziffer 7B.3. Eine Zugriffsmöglichkeit nach Abschluss des Vertrags erfolgt ggf. aus Kulanz und wird nicht Bestandteil des Vertrags.
7A.8 Selbst durchzuführende Übungen (auch draußen in der Natur)
Soweit der Anbieter Übungen zur eigenständigen Durchführung anleitet, erfolgen diese auf eigene Verantwortung des Kunden/Teilnehmers. Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich über die Eignung der Übung, den Ort (insbesondere bei Outdoor-Übungen), die Intensität sowie die Durchführung unter Berücksichtigung seiner Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Der Kunde hat die Übung abzubrechen, sobald Beschwerden, Schwindel, Überforderung oder sonstige Warnsignale auftreten, und bei Bedarf medizinischen Rat einzuholen.
7A.9 Keine Lernstandskontrollen
Im Rahmen des Online-Coachings erfolgen keine Prüfungen, Benotungen oder sonstige formalisierte Lernstandskontrollen. Etwaige Übungen dienen der Selbstreflexion und eigenverantwortlichen Umsetzung.
7B. Selbstlern-Onlinekurse (eigenständige Nutzung), Zugriff, Inhalte, Support
7B.1 Leistungscharakter und Abgrenzung
Ein Selbstlern-Onlinekurs ist ein digitales Angebot zur eigenständigen Nutzung (z. B. Videos, Audios, Texte, Arbeitsmaterialien/Übungen), das der Kunde zeitlich flexibel in eigener Verantwortung bearbeitet. Sofern nicht ausdrücklich im Angebot enthalten, umfasst ein Selbstlern-Onlinekurs keine Live-Termine, keine Gruppensessions und keine individuelle Begleitung als geschuldete Leistung. Ein bestimmter Erfolg wird nicht geschuldet (siehe Ziffer 2.2). Die Nutzung und Umsetzung der Inhalte/Übungen erfolgt eigenverantwortlich.
7B.2 Zugang und personengebundene Nutzung
Der Kunde erhält nach Freischaltung Zugang zu einem online verfügbaren Kurs-/Mitgliederbereich. Der Zugang ist personengebunden und darf nicht geteilt werden.
7B.3 „Dauerhafter Zugriff“ (Definition und Mindestzusage)
Soweit in der Leistungsbeschreibung mit „dauerhaftem Zugriff“ geworben wird, bedeutet dies ein unbefristetes Zugriffsrecht, das an die technische Verfügbarkeit der Kursplattform und der Inhalte gebunden ist. Der Anbieter gewährleistet den Zugriff auf den gebuchten Kurs mindestens für 12 Monate ab Freischaltung.
7B.4 Plattformwechsel und technische Anpassungen
Der Anbieter ist berechtigt, die Kursplattform zu wechseln oder Inhalte technisch anzupassen, sofern der Zugriff auf die vertragsgegenständlichen Kursinhalte für den Kunden im Wesentlichen erhalten bleibt.
7B.5 Einstellung von Kursen / Ersatzlösung
Sollte ein Kurs dauerhaft eingestellt werden, wird der Anbieter den Kunden mit angemessener Frist (mindestens 3 Monate) informieren und nach Möglichkeit eine Ersatzlösung anbieten (z. B. Umzug auf eine andere Plattform oder Download/Export von Materialien, soweit technisch und rechtlich möglich).
7B.6 Kein Anspruch auf Updates
Soweit nicht ausdrücklich zugesagt, besteht kein Anspruch auf inhaltliche Aktualisierungen, Erweiterungen oder neue Versionen eines Kurses.
7B.7 Fragenmöglichkeit – keine Lernstandskontrolle / keine individuelle Auswertung
Soweit bei Selbstlern-Onlinekursen eine Möglichkeit zur Einreichung von Fragen vorgesehen ist, dient diese der allgemeinen Klärung von Verständnisfragen. Es besteht kein Anspruch auf eine individuelle Auswertung von Aufgaben, auf eine persönliche Lernstandsbeurteilung oder auf eine fortlaufende individuelle Begleitung. Rückmeldungen erfolgen – soweit überhaupt – ohne Prüfung eines „Lernerfolgs“ und ohne Zertifizierung.
7B.8 Zubuchbare Vertiefungstermine
Individuelle 1:1-Termine oder Live-Vertiefungstermine können – sofern nicht ausdrücklich im Kursangebot enthalten – separat zugebucht werden. Für solche zugebuchten Termine gelten die Regelungen des Abschnitts 7A.
7B.9 Technische Voraussetzungen / Verfügbarkeit
Der Kunde ist für die technischen Voraussetzungen (Endgerät, Internetverbindung, kompatible Software) selbst verantwortlich. Vorübergehende Einschränkungen der Verfügbarkeit aufgrund von Wartungsarbeiten oder Störungen bei Drittanbietern bleiben vorbehalten, soweit diese nicht vom Anbieter zu vertreten sind.
7B.10 Eigenständige Übungen / Outdoor-Übungen
Soweit der Anbieter Übungen zur eigenständigen Durchführung anleitet, erfolgen diese auf eigene Verantwortung des Kunden/Teilnehmers. Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich über Eignung, Ort (insbesondere bei Outdoor-Übungen), Intensität sowie Durchführung unter Berücksichtigung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Der Kunde hat die Übung abzubrechen, sobald Beschwerden, Schwindel, Überforderung oder sonstige Warnsignale auftreten, und bei Bedarf medizinischen Rat einzuholen.
8. Hausrecht, Verhalten
8.1 Der Teilnehmer verhält sich vertragswidrig, wenn er ungeachtet einer Ermahnung die Präsenzveranstaltung nachhaltig stört oder wenn er sich in erheblichem Maße entgegen den guten Sitten verhält, so dass ein reibungsloser Ablauf nicht gewährleistet werden kann. In diesem Fall behält sich der Anbieter vor, den Teilnehmer auszuschließen. Soweit der Ausschluss vom Teilnehmer zu vertreten ist, bleibt die Vergütung geschuldet.
8.2 Der Anbieter sowie ggf. von ihm benannte Vertreter üben während Präsenzveranstaltungen am Veranstaltungsort das Hausrecht aus. Ihren Anweisungen ist Folge zu leisten.
8.3 In Online-Gruppenformaten ist ein respektvoller Umgang verpflichtend. Der Anbieter kann Teilnehmer bei erheblichen Störungen oder groben Verstößen nach Abmahnung ausschließen; soweit der Ausschluss vom Teilnehmer zu vertreten ist, bleibt die Vergütung geschuldet.
9. Weitergabe, Urheberrecht
9.1 Inhalte, Unterlagen, Videos, Audios und sonstige Materialien dienen der persönlichen Nutzung des Teilnehmers. Eine Weitergabe an Dritte, entgeltlich oder unentgeltlich, ist untersagt.
9.2 Dies gilt auch nach dem Ende des Vertrags.
9.3 Bei Präsenzveranstaltungen ist es dem Teilnehmer nicht erlaubt, Ton- oder Bildaufzeichnungen zu erstellen. Ausnahmen bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Anbieters.
9.4 Digitale Zugänge sind personengebunden und dürfen nicht geteilt werden. Jede Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung von Inhalten ist untersagt, soweit nicht ausdrücklich erlaubt.
10. Verschwiegenheitspflicht
10.1 Der Anbieter verpflichtet sich, während der Dauer der Zusammenarbeit sowie nach deren Ende über persönliche wie geschäftliche Geheimnisse des Kunden/Teilnehmers Stillschweigen zu bewahren.
10.2 Der Teilnehmer erkennt an, dass in Gruppenformaten geteilte private wie geschäftliche Inhalte anderen Teilnehmern bekannt werden können. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Pflichtverletzungen anderer Teilnehmer.
10.3 Der Teilnehmer verpflichtet sich, Inhalte anderer Teilnehmer, von denen er im Rahmen der Zusammenarbeit Kenntnis erlangt, nicht an Dritte weiterzugeben.
10.4 Diese Pflichten gelten über das Ende des Vertrags hinaus.
11. Haftung
11.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
11.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
11.3 Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz, bleibt unberührt.
11.4 Der Anbieter haftet nicht für Entscheidungen oder Handlungen des Kunden/Teilnehmers.
11.5 Eine Haftung für das Ausbleiben eines bestimmten Erfolgs ist ausgeschlossen.
11.6 Für Erfüllungsgehilfen und Vertreter haftet der Anbieter im selben Umfang.
12. Abbruch der Zusammenarbeit (Online-Coaching)
12.1 Beide Parteien können die Zusammenarbeit aus wichtigem Grund vorzeitig beenden.
12.2 Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn erforderliche Mitwirkung nicht erfolgt, gesundheitliche Voraussetzungen nicht (mehr) vorliegen oder eine fachlich verantwortbare Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist.
12.3 Ein Anspruch auf Fortführung des Coachings besteht nicht.
12.4 Vergütungsansprüche für bis zum Abbruch erbrachte Leistungen bleiben unberührt. Soweit vereinbarte Leistungen nach dem Abbruch nicht mehr erbracht werden, bleibt die Vergütungspflicht im gesetzlich zulässigen Umfang bestehen; ersparte Aufwendungen werden angerechnet. Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
13. Natur, besondere Gefahren (Präsenzveranstaltungen und begleitete Outdoor-Einheiten)
13.1 Veranstaltungen oder Teile von Veranstaltungen finden im Freien und/oder unmittelbar in der Natur statt, z. B. im Wald, auch abseits befestigter Wege. Der Anbieter prüft Wege und Flächen im Vorfeld gewissenhaft. Dennoch können durch Witterung, natürliche Ereignisse und allgemeine natur- und waldtypische Gefahren unvorhersehbare Gefährdungen entstehen.
13.2 Der Anbieter klärt Teilnehmer zu Beginn sowie ggf. unmittelbar vor Betreten solcher Naturräume über Risiken und Verhaltensweisen zur Verminderung und/oder Vermeidung solcher Risiken sowie über das Verhalten bei konkretem Eintritt von Gefährdungen auf. Der Anbieter wählt Fläche und Route mit Rücksicht auf gesundheitliche Einschränkungen und körperliche Leistungsfähigkeit der Teilnehmer.
13.3 Der Teilnehmer entscheidet in eigenem Ermessen und unter Berücksichtigung individueller gesundheitlicher Einschränkungen sowie der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit, ob er an Outdoor-Einheiten teilnehmen kann und möchte. Er informiert den Anbieter vor Veranstaltungsbeginn, spätestens jedoch unmittelbar vor Beginn einer Outdoor-Einheit, über relevante gesundheitliche Einschränkungen oder verminderte körperliche Leistungsfähigkeit, soweit dies zur sicheren Durchführung erforderlich ist.
13.4 Tritt eine unerwartete Belastung oder Gefährdung während einer Outdoor-Einheit auf, die der Teilnehmer nicht tragen kann oder möchte, informiert er den Anbieter unmittelbar. Der Anbieter unterstützt den Teilnehmer nach bester Möglichkeit beim sicheren Verhalten, bei der Anpassung der Einheit und/oder beim Verlassen des Naturraums.
13.5 Der Teilnehmer nimmt Natur- und Outdoor-Einheiten eigenverantwortlich wahr und beachtet Hinweise des Anbieters. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die ausschließlich auf der Nichtbeachtung von Hinweisen oder auf einer Fehleinschätzung des Teilnehmers trotz ordnungsgemäßer Aufklärung beruhen. Die Haftung nach Ziffer 11.1 und 11.2 bleibt unberührt.
14. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Widerrufsbelehrung (Platzhalterfassung)
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ab dem Tag des Vertragsschlusses ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Ausübung des Widerrufsrechts
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder per E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.
Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist.
Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart. In keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Wertersatz bei Beginn von Dienstleistungen während der Widerrufsfrist
Haben Sie verlangt, dass wir während der Widerrufsfrist mit der Erbringung der Dienstleistungen beginnen sollen, so haben Sie uns Wertersatz zu leisten. Der Wertersatz entspricht dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen.
Ausschluss bzw. vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
A) Präsenzveranstaltungen mit spezifischem Termin/Zeitraum
Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Erbringung weiterer Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, wenn der Vertrag für die Erbringung einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsieht.
B) Digitale Inhalte (Mitgliederbereich)
Bei Verträgen über digitale Inhalte (Mitgliederbereich), die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, erlischt das Widerrufsrecht, sobald wir mit der Ausführung des Vertrags begonnen haben, nachdem Sie
(1) ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnen,
(2) Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Ausführung Ihr Widerrufsrecht verlieren, und
(3) wir Ihnen eine Bestätigung übermittelt haben.
C) Dienstleistungen (Coaching)
Bei Verträgen über Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und wir mit der Ausführung erst begonnen haben, nachdem Sie
(1) dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben und
(2) gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verlieren.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
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Bestellt am (*) ____________ / erhalten am (*) __________________
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Name des/der Verbraucher(s)
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Anschrift des/der Verbraucher(s)
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Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
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Datum
(*) Unzutreffendes streichen
